Ausgangslage: Hohe Betriebskosten und veraltete Infrastruktur
Der mittelständische Maschinenbauer betrieb seine IT über Jahre hinweg in einer eigenen Serverfarm im Keller des Hauptstandorts. Diese On-Premise-Infrastruktur war stark fragmentiert und erforderte einen hohen Wartungsaufwand durch den internen IT-Administrator.
Die größten Schmerzen waren die hohen Strom- und Kühlkosten sowie die fehlende Skalierbarkeit bei saisonalen Produktionsspitzen. Zudem gab es keine zentrale Überwachung, was zu häufigen, unvorhersehbaren Ausfällen der ERP- und CAD-Systeme führte. Die IT-Abteilung war überlastet und konnte sich kaum noch um strategische Aufgaben kümmern.
Umsetzung: Migration zu Managed Cloud Services
Wir haben ein schrittweises Migrationsprojekt gestartet, um die heterogene Infrastruktur auf eine einheitliche Cloud-Plattform zu konsolidieren. Der Fokus lag auf Microsoft Azure, da der Kunde bereits stark in der Microsoft-365-Landschaft verankert war.
- Phase 1 (Woche 1-4): Analyse der Workloads und Design der Ziellandschaft.
- Phase 2 (Woche 5-10): Migration der ERP- und Dateiserver in die Cloud.
- Phase 3 (Woche 11-12): Einrichtung von automatisierten Backups und Disaster-Recovery-Prozessen.
- Phase 4 (Woche 13-16): Implementierung eines zentralen IT-Monitoring-Tools und Übergabe an den Managed Service.
Während der Migration wurden die Systeme live migriert, um Produktionsausfälle zu minimieren. Die Sicherheit wurde durch eine Zero-Trust-Architektur und regelmäßige Penetrationstests abgesichert.
Ergebnis: 28 Prozent niedrigere Betriebskosten und höhere Stabilität
Nach der vollständigen Übergabe an den Managed Service zeigte sich ein deutlicher wirtschaftlicher Effekt. Die festen Betriebskosten für Strom, Hardware-Wartung und Lizenzen sanken signifikant.
- 28 % Reduktion der monatlichen IT-Betriebskosten.
- 99,95 % Verfügbarkeit der kritischen Geschäftsprozesse.
- Reduktion der IT-Ausfallzeiten um 85 % im ersten Jahr nach Migration.
- Freigabe von 30 Stunden pro Monat IT-Arbeitszeit für strategische Projekte.
Die IT wurde von einem Kostenfaktor zu einem geschäftskritischen Enabler. Durch die automatische Skalierung der Ressourcen konnte der Kunde auf Nachfrage spikes reagieren, ohne zusätzliche Hardware beschaffen zu müssen.
Learnings: Planung und Partnerschaft sind entscheidend
Der Erfolg des Projekts lag in der engen Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und unserem Beratungsteam. Eine detaillierte Vorab-Analyse der Workloads war essenziell, um die Cloud-Kostenstruktur optimal zu gestalten.
Ein weiteres wichtiges Learning war die schrittweise Migration. Statt eines Big-Bang-Ansatzes wurden Systeme einzeln migriert und getestet. Dies minimierte das Risiko und erlaubte es dem Team, schnell auf Probleme zu reagieren. Die langfristige Partnerschaft im Rahmen des Managed Services sichert zudem kontinuierliche Optimierung der Cloud-Ausgaben.
Ergebnisse
- -28 % – Reduktion der IT-Betriebskosten
- 99,95 % – Verfügbarkeit der Kernsysteme
- -85 % – Senkung der IT-Ausfallzeiten